Green Lantern Kostüm

„Mama, ich brauch unbedingt einen Green Lantern Anzug!“

Ein Superheld, den ich zugegebenermaßen nicht so gut kenne… Also bevor ich angefangen habe zu nähen, hab ich seine Superkräfte recherchiert – man muss ja wissen, mit wem man es zu tun kriegt!
Gemeinsam mit meinem Sohn habe ich dann eine Skizze des Anzugs gemacht. Nachdem wir den richtigen grünen Baumwollstoff bekommen haben, ist es auch schon losgegangen.
Oberteil
Das Oberteil basiert wieder auf dem tollen Schnittmuster Autum Rockers Kids von Mamahoch2, das ich vor Kurzem schon benutzt habe. Ich gehe deshalb in der Folge nur mehr auf die Besonderheiten ein. Vorweg: Da Autum Rockers für einen elastischen Stoff gedacht ist, müsst ihr ein oder zwei Größen größer nähen, wenn ihr mit Baumwolle arbeitet wie ich.
Sowohl bei den Ärmeln als auch bei Vorder- und Rückenteil hat der Anzug schwarze Teile, daher habe ich die Schnittmuster dementsprechend in mehrere Teile zerschnitten und die Stoffe dementsprechend zugeschnitten.


Ich habe es so konstruiert, dass sich die schräge Linie von den Dreiecken auf der Vorder- und Rückseite in den Ärmeln direkt fortsetzt.
Der nächste Schritt war das Zusammennähen der schwarzen und grünen Teile. Beim Dreieck muss man etwas aufpassen, dass man „die Kurve kriegt“.
Vor dem Zusammennähen der Teile kommt das Glanzstück: Das Logo! Dafür habe ich mir ein Green Lautern Logo aus dem Internet gesucht, auf die passende Größe skaliert, ausgedruckt und in Einzelteile zerlegt. Diese habe ich dann mit Nahtzugabe aus grünem und weißen Stoff ausgeschnitten.


Beim großen, weißen Kreis habe ich die Nahtzugabe nach innen gebogen und einmal rundherum drübergesteppt – über diese Naht habe ich am Schluss dann auch zum Annähen an das Vorderteil drübergenäht.
Die grünen Teile habe ich mit einem Applikationsstich angenäht und den weißen kleineren Kreis dann wieder mit eingebogener Nahtzugabe direkt am weißen Stoff abgesteppt.

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Danach muss man eigentlich nur nach der Anleitung „Einfaches Raglanshirt“ die Teile zusammensetzen.

Bei den Ärmeln habe ich eine Manschette gebastelt, da sie mir sonst zu eng und zu lang geworden wären. Ich habe einfach mit der Overlock Naht ca 10cm vor Ende des Stoffes gestoppt und nur auf einem Stoffteil weitergenäht und rund um den restlichen Stoff weiter, bis ich wieder zum Endpunkt der Overlocknaht gekommen bin. Diesen Teil kann man dann schön nach außen umstellen.

Für den Halsausschnitt habe ich grauen Bündchenstoff verwendet, dessen Länge sich mit 0,7xLänge des Halsausschnittes berechnet. Als Breite habe ich ca 1,5 cm gewählt (dazu Nahtzugabe).
Für den Saum habe ich in die Schatzkiste an Zierstichen auf meiner Nähmaschine gegriffen.

Hose
Vorweg muss ich sagen, dass dies die erste Hose war, die ich genäht habe und es ist mir alles schiefgegangen! Ich habe die Hose defacto zweimal genäht, weil ich so viel auftrennen musste! Daher mein Tipp für „Hosenanfänger“: Denkt euch alle Stoffteile bei jedem Schritt zur finalen Hose zusammen, bevor ihr näht. Schon bei den schrägen Teilen, die ich eingebaut habe, kann man falsch nähen, sodass dann die Gegengleichheit der Teile nicht mehr gegeben ist!
Als Basis für die Hose habe ich das Schnittmuster Noa aus dem Buch „Tolle Kinderkleider selbst gemacht“ von Anke Kran verwendet. Hier ist der Schnitt für Baumwolle konzipiert, ihr könnt daher die „richtige“ Größe verwenden. Ich habe auch hier wieder meine „Green Lantern“ Anpassungen vorgenommen und die Hosenbeine in zwei Teile zerschnitten.

Nach dem Zusammennähen der grünen und schwarzen Hosenbeinteile näht man zuerst die Außennähte, dann die Beininnennähte.
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Danach dreht man ein Hosenbein auf rechts und steckt es in das andere Hosenbein hinein, sodass die Teile rechts auf rechts liegen, und näht die Schrittnaht zu.

Ich habe bisher alles mit Overlocknähten genäht. Die Schrittnaht habe ich zusätzlich mit einer zweiten Steppnaht daneben verstärkt.
Oben habe ich dann noch ein graues Bündchen ergänzt (7cm plus Nahtzugabe breit, 0,7xLänge des Hosenausschnittes). Die Beine habe ich wieder mit einem Dreiecks-Zierstich gesäumt.


Mein Sohn war happy!
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Morgen müssen wir noch die passende Maske nähen, damit das Outfit komplett ist!

Einfaches Raglanshirt

Mein Sohn wollte ein Dinosaurier-Shirt – und den Jerseystoff hat er sich auch gleich ausgesucht, mit den zähnefletschenden Riesen!

Ich verwende sehr gern das Schnittmuster Autum Rockers Kids, ein freebook von Mamahoch2, diesmal allerdings mit kurzen Ärmeln.

Das Schnittmuster hab ich mir ausgedruckt und mit einer Nahtzugabe von 0,5cm den Stoff ausgeschnitten. Die Ärmeln habe ich gekürzt auf ca 25 cm von der höchsten Spitze gemessen oder 10cm Länge der Naht an der Ärmelunterseite.

Bei Ragland Shirts näht man zuerst die Nähte zwischen Ärmeln und Vorder-/Rückteil, sodass das Leibchen nach allen vier Nähten wie ein Kreuz aussieht.

Ich nähe die Nähte mit dem Overlockfuß meiner normalen Nähmaschine mit einer Stichbreite von 50 mm. Jersey franst zwar am Rand nicht aus, aber es schaut einfach ordentlicher aus.

Als nächstes muss man das T-Shirt rechts auf rechts und schließt die Seitennähte (inklusive Ärmelnaht). Die kritische Stelle ist der Punkt unter den Achseln, wo die Schrägnähte aufeinander treffen. Das muss passen!

Da ich kein Bündchen habe, welches sich zum mächtigen T-Rex gesellen will, säume ich die Ärmelnähte sowie die untere Naht einfach mit einem elastischen Sick-Zack Stich (vorher den Stoff zweimal gefaltet nach innen biegen).

Für den Halsausschnitt mache ich ein Bündchen aus meinem Dinojersey. Der Umfang des Halsausschnittes ist 54 cm, daher muss das Bündchen 46 cm lang sein (0,8 mal Länge plus je 1cm Nahtzugabe am Ende). Die Breite des Bündchens soll am Schluss 1,5 sein, daher nehme ich das mal 2 plus zwei Mal Nahtzugabe und habe eine Breite des Stoffes von 4 cm.

Das Bündchen nähe ich zuerst mit einer einfachen Naht an. Beim Annähen darauf achten, dass man nur den Stoff des Bündchens dehnt, aber nicht den Stoff des T-Shirts. Danach vernähe ich den Rand mit einer Pseudo-Overlock Naht.

Schlussendlich noch der untere Saum und – tada – fertig ist das Dino-Raglan!

Pyjama

Heute noch schnell die letzten Stoffe, die noch über waren, verarbeitet. Erst war nur eine Hose geplant, die ich schon einmal genäht habe (und die nun schon zu klein ist). Dann habe ich gleich noch ein Raglanshirt dazugemacht und jetzt ist der Pyjama komplett.

Schnittmuster war von Ottobre Design (Ausgabe kids fashion, 06/2011; man findet für solche Hosen und T-shirts auch öfter Gratisschnittmuster im Internet. Ansonsten kann man alte Ausgaben von Ottobre Design im Internet nachbestellen. Das kostet dann leider etwas, aber die ein oder andere Ausgabe ist es wert. Ausführliche Nähbeschreibung ist enthalten.

homepage: www.ottobredesign.com

Hose: Nach dem Schnittmuster die 4 Teile für die Hosenbeine ausschneiden. Dann jeweils die Innenseite der beiden Beine zusammen nähen. Danach die die beiden Beinteile verbinden (Naht zwischen den Beinen). Die Seiten bleiben noch offen. Dann wird das graue Band unten an den Beinteilel auf der rechten Seite des Hosenbeins aufgelegt und angenäht (ist ca 3.5 cm breites Band) und umgeschlagen. An der Innenseite dann nochmals einschlagen und feststecken. Breite der Einschlages innen sollte etwas breiter sein als außen, da danach von außen festgenäht wird und zwar genau IN der Kante zwischen den Stoffen. So ist die Naht von außen nicht zu sehen (daher braucht man innen etwas Spielraum um alles zu erwischen). Dann die Seiten zusammennähen.

Am oberen Ende den Stoff 2 mal einfalten und ca. 3 cm von der Oberkante rundum nähen. Nicht ganz zusammen nähen sondern 2 cm offen lassen. Hier Gummiband einziehen (es hilft vorne Sicherheitsnadel anzustecken um es leichter in den Tunnel zu bekommen). Letzten 2 cm zunähnen.

Shirt: alle Teile zuschneiden. An den Ärmelunterseiten Bündchen annähen (1 mal zusammengefaltet auf der rechten Seite des Ärmels annähen (dabei Bündchenstoff auseinander ziehen). Dann Raglannähte zusammen nähen (es hilft sich die Teile erst so hin zu legen wie das Shirt am Ende aussieht, damit man den Überblick nicht verliert, welcher Teil wo dran genäht wird). Dann Bündchenring für den Halsausschnitt zusammen nähen und 1x falten. An vier Stellen rund um den Hals feststecken (erst vorne und hinten dann Bündchen dehnen und die beiden Seiten feststecken). An einer Fixstelle beginnen und bis zum nächsten Fixpunkt Bündchen dehnen bis Shirtstoff glatt darunter ist. Mit Overlockstich festnähen. So von Punkt zu Punkt vorarbeiten.  Dann die Ärmel und Seitennähte schließen (eine durchgehende Naht je Seite). Dann noch unteren Rand 2x einklappen und mit Zierstich festnähen. Fertig ist der Pyjama.

Viel Spaß beim probieren.

Kinderschürze

Meine Schwester hat diesen Blog für unsere kreativen Ideen heute erst gestartet. Aber ich will mich gleich einmal an meinem ersten Beitrag zu unserem Projekt versuchen (quasi als erste Tat im neuen Jahr).

Da meine kleine Maus in der Weihnachtszeit mit mir Kekse backen wollte musste natürlich das passende Zubehör her…..eine Kochschürze.

Mit einigen Stoffresten, einem Verschluss der von einem Puppenkinderwagen abgefallen ist und einen Bügelbild war das schnell gemacht.

Erst die Bänder zum Umbinden genäht. Ein langes Stück Stoff (ca 12 cm Breite) von beiden Seiten nach innen klappen und glattbügeln.

Oberteil ( ich habe bei meiner Maus grob Maß genommen und mir selber Form zurechtgelegt …nicht vergessen auf der Seite wo 7cm und 9 cm sind noch ca 1-2cm Nahtzugabe dazu zu geben um das Oberteil am Rock anzunähen.) 2 mal ausschneiden, aufeinander legen und (bis auf die lange Seite) alles knapp am Rand zusammen nähen. Falls man ein Bügelbild/ eine Applikation anbringen will sollte man das vor dem Zusammennähen machen – so sieht man dann später keine Nähte der Applikation durch, da sie vom 2ten Teil verdeckt werden). Umdrehen und auf der rechten Seite nochmal die Seiten knapp-kantig absteppen.

Das Unterteil (das nur ein Rechteck ist mit ca 30 cm Länge und um einige cm weiter als das Oberteil um Spielraum für die  Falte in der Mitte zu haben) ebenfalls 2 mal ausschneiden. Ebenfalls an 3 Seiten zusammen nähen (falls man ein Zierband am unteren Rand möchte nicht vergessen das einzunähen) und umdrehen. Auf der rechten Seite nochmals absteppen .

Dann geht es ans „Zusammensetzen„. Erst den unteren Teil zusamenstecken, dort wo in der Mitte die Falte sein soll. Dann die offene Seite in das zurechtgebügelte Band hineinlegen und die das Band die ganze Länge zusammen nähen. (die Länge grob schätzen Bauchumfang +genug um Masche zu machen) Dabei an den Enden schräg abscheiden und Enden ebenfalls nach innen nähen

Dann folgt das Oberteil. Erst mit der Oberseite nach unten (siehe Bild) auf das Unterteil legen und am Bauchband ca 1 cm vom Rand fest nähen. Dann hochklappen und auf der rechten Seite nochmals absteppen (ca 0.5 cm vom Rand – so verschwindet auf der Innenseite der nicht so schöne Rand unter dem übergeklappten Teil- siehe Bild).

Dann noch die Bänder am Oberteil festnähen (ich fand es sah sehr professionell aus ein Rechteck, das dann noch einmal gekreuzt ist, zu nähen). Den Verschluss an einer Seite der Nackenbänder anbringen und das andere Band wieder diagonal einnähen, was später das Einfädeln in den Verschluss erleichtert.

Und schon kann es mit dem Kochen losgehen!

Puppenstrampler

Meine kleine Maus ist gerade mit vollem Eifer Puppenmama und da brauchen wir natürlich Gewand. Danke an Firlefanz für tolle Puppenschnittmuster (Puppenjumper 2.0.). Ich habe gleich aus Stoffresten einen Strampler gemacht.

Das Schnittmuster besteht aus einem Rückteil, zwei Vorderteilen mit Beleg und den Ärmeln. Zuerst werden die Schulternähte geschlossen und es wird das Bündchen am Ausschnitt angenäht mit schräger Endung. An den Ärmeln habe ich auch zuerst die Bündchen angenäht, dann die Ärmeln an den Hauptteil.

Danach kommen die Nähte an Ärmelunterseite und Seitennaht. Anschließend habe ich die Beinbündchen angenäht und am Schluss die Beinnaht. Dabei muss man auf den Beleg aufpassen. Zum Verschließen habe ich Kam Snaps verwendet.

Details sind in der ausführlichen Anleitung von Firlefanz enthalten.